Ganztägige Bildung und Betreuung

Im September 2021 haben Bundestag und Bundesrat das Ganztagsförderungsgesetz beschlossen. Somit stehen Stadt und Landkreis Bamberg vor der Herausforderung, jedem Kind ab dem Schuljahr 2026/27 eine ganztägige Betreuung anzubieten. In der Stadt Bamberg ist es Aufgabe des Bildungsbüros, den Planungsprozess zu koordinieren und ein Konzept zum Ausbau zu erstellen.

Steckbrief

Ganztägige Bildung und Betreuung
  • alle Kinder
  • Stadt Bamberg
  • Schule, Kinderbetreuung

Informationen zur Ganztägigen Bildung und Betreuung

Im Schuljahr 2021/22 werden von insgesamt 2.181 Grundschülerinnen und Grundschülern 1.222 ganztägig betreut. Dies entspricht einer Gesamtbetreuungsquote von 56 Prozent. Mit 663 Kindern (30,4 Prozent) sind die meisten in einer Mittagsbetreuung. 206 Kinder werden im Offenen Ganztag an den Grundschulen Gaustadt, Am Heidelsteig und Hugo-von-Trimberg betreut (entspricht einer Betreuungsquote von 9,4 Prozent). Außerschulische Angebote umfassen die Schulkindbetreuung an Kindergärten und die Horte. Hier sind insgesamt 353 Kinder im Grundschulalter (16,2 Prozent).

Unabhängig von der Form der ganztägigen Bildung und Betreuung ist die aktuelle Gesamtbetreuungsquote von 56 % für die Erfüllung des Rechtanspruchs nicht hinreichend. In Kombination mit den steigenden Schülerzahlen an den Bamberger Grundschulen ergibt sich hieraus die Herausforderung, die Zahl der Plätze deutlich zu erhöhen, die angebotenen Betreuungszeiten an die Vorgaben des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) anzupassen und dabei auch die qualitative Weiterentwicklung im Auge zu behalten.

Das Bildungsbüro ist zuständig für die Planung und die Konzepterstellung für den qualitätsvollen Ausbau der Angebote ganztägiger Bildung und Betreuung an Grundschulen. Gemeinsam mit den verschiedenen verwaltungsinternen (z. B. Jugendamt, Immobilienmanagement) und –externen (z. B. Schulen, Träger, Behörden) Akteuren wird ein Konzept erstellt, wie allen Familien in Bamberg, die einen Betreuungsplatz wünschen, ein passendes Angebot gemacht werden kann. In diesen Prozess werden auch Elternvertreter:innen, Familienbeirat, Migrantinnen- und Migrantenbeirat sowie die Bürger:innen durch geeignete Formate mit einbezogen.

Dafür finden in regelmäßigen Abständen Treffen der Akteure statt, in dem Möglichkeiten des Ausbaus besprochen und konkretisiert werden (z. B. „Werkstatt Ganztag“).

In einem ersten Schritt konnten sich die Bürger:innen durch eine dreitägige Veranstaltung im städtischen Bürgerlabor in der Hauptwachstraße über den Rechtsanspruch informieren und kamen mit den Mitarbeiter:innen aus Bildungsbüro und Familienbeirat ins Gespräch, äußersten Wünsche und Bedarfe. Außerdem wurden die Wünsche der Eltern in einer Onlinebefragung erfasst (Okt 2021-April 2022). An der Befragung haben 459 Personen teilgenommen. Die Ergebnisse geben einen ersten Eindruck über die Bedarfe der Eltern und dienen als eine Grundlage für die Konzepterstellung.

Nachhaltiges Projekt für Schulkinder blüht auf

Schon seit 2018 arbeiten die Schülerinnen und Schüler einmal pro Woche gemeinsam mit Carola Reinwald, Gartenpädagogin beim Bund Naturschutz, im Schulgarten auf dem Gelände der Versuchsanstalt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Beim langersehnten Gartenfest lobten Erich Spranger, Vorsitzender des Bund Naturschutz, und Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp die kleinen Gärtnerinnen und Gärtner und betonten, wie wichtig die praktische Vermittlung von Wissen über Natur und Ernährung ist.

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Daniela Ofner

Bildungsmanagement
Telefon: 0951/87-1435
E-Mail: daniela.ofner@stadt.bamberg.de