Strategische Arbeitsgruppe MINT – Auf dem Weg zur MINT-Region Bamberg

Bereits zum 14. Mal tagte die Strategische Arbeitsgruppe MINT der Bildungsregion Bamberg. Aufgrund des plötzlichen Wintereinbruchs fand die Sitzung am 26. Januar diesmal online statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Strukturen des regionalen MINT-Netzwerks nachhaltig gesichert und über die Laufzeit des vom BMBFSJ geförderten Projekts MINTmobil hinaus verstetigt werden können. Das Projekt läuft noch bis August 2027.

Der Weg hin zur MINT-Region Bamberg ruht auf mehreren, über Jahre gewachsenen Säulen: Mit der Anerkennung als Digitale Bildungsregion wurde 2020 der Grundstein für eine vernetzte Bildungslandschaft gelegt. Im Juli 2023 folgte das gemeinsam erarbeitete Leitbild des MINT-Netzwerks Bamberg, das zentrale Ziele, Handlungsfelder und Qualitätsansprüche definiert. Seit 2025 ist MINT zudem als Schlüsselthema in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises Bamberg verankert – wichtige Voraussetzungen für die offizielle Anerkennung als MINT-Region im MINTraum bayern.

Ein wesentlicher Meilenstein auf diesem Weg war das Planungstreffen im November: Engagierte Netzwerkmitglieder diskutierten dort, wie sich das MINT-Netzwerk strategisch weiterentwickeln lässt. Aufbauend auf dem Leitbild mit seinen drei Ebenen – Vision, Strategie und Umsetzung – wurden vier zentrale Handlungsfelder definiert: Angebotsvielfalt, Qualitätssicherung, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Netzwerkkoordinatorin Dr. Ingrid Stöhr stellte in der Sitzung anschaulich dar, wie diese Bereiche bereits heute in der Region mit konkreten Projekten gefüllt werden.

Als Höhepunkt des Entwicklungsprozesses und zugleich als Auftakt für die nächste Phase ist am 6. Mai 2026 eine Netzwerk- und Gründungsveranstaltung geplant. An diesem Tag soll die offizielle Aufnahme der MINT-Region Bamberg in den MINTraum bayern erfolgen. Gleichzeitig präsentiert sich das MINT-Netzwerk in seiner ganzen Vielfalt und öffnet sich für neue Partnerorganisationen aus Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Inhaltlich wurde die Sitzung durch mehrere Beiträge aus dem Netzwerk bereichert: Unter dem Titel „WIRKEN lassen!“ stellte Fabian Wegmann das neue Kooperationsprojekt zwischen der Realschule Scheßlitz und der Bildungsregion Bamberg vor. Gefördert durch eine großzügige Spende der Sparkasse Bamberg bearbeiten Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen praxisnahe Aufgaben regionaler Unternehmen und schlagen so eine Brücke zwischen schulischer Theorie und wirtschaftlicher Realität. Daniel Töwe gab mit dem Ansatz „Work-Mentoring“ Einblicke in ein finnisches Best-Practice-Beispiel, während Hubert Würschinger über die WiR-Veranstaltung zum Zukunftsfeld Robotik am Cleantech Innovation Park berichtete. Zum Abschluss stellte Tanja Zacher vom Noddack-Haus der Universi-tät Bamberg aktuelle Aktivitäten im Projekt City4Future vor und gab einen Ausblick auf die geplanten Vorhaben für 2026.

Die Sitzung verdeutlichte einmal mehr, wie lebendig das MINT-Netzwerk Bamberg ist – getragen von der aktiven Beteiligung und dem engagierten Austausch seiner Mitglieder.