Bund Naturschutz und die Naturfreunde Bamberg rufen zur Zigarettenkippen-Challenge zum Tag der Umwelt in Bamberg auf

Zigarettenkippen sind mehr als nur ein optisches Ärgernis. Sie sind ein unterschätztes Umweltproblem mit ernsten Folgen für Natur und Gesundheit.

Zum Tag der Umwelt am 11.06.26 rufen der Bund Naturschutz und die Naturfreunde Bamberg zur Zigarettenkippen-Challenge in Bamberg auf.

Im Aktionszeitraum vom 01.-11.06.2026 sollen Zigarettenstummel gesammelt und diese verpackt in einer Plastiktüte bis 16 Uhr am 11.06.2026, dem Tag der Umwelt auf der Jahnwiese am gemeinsamen Stand des Bund Naturschutz und der Naturfreunde Bamberg abgegeben werden. Die Ergebnisse der Sammlung werden dann in einer PR-Aktion veröffentlicht.

Sammelt alleine oder gemeinsam mit Familie, Freunden, Vereinskollegen, mit deiner Schulklasse oder mit Arbeitskollegen. Befreie zum Beispiel die Innenstadt, Spielplätze und Grünanlagen, Bushaltestellen, dein Wohnquartier, das Schulareal oder die Außenanlagen deines Arbeitsplatzes von giftigen Zigarettenstummeln. Verwende zu deinem Schutz Handschuhe und eine Mini-Greifzange (z.B. eine Wäscheklammer eignet sich perfekt) und vergiss nicht, deine Hände nach der Sammelaktion zu waschen.

 

Hintergrund:

Wie schädlich Zigarettenstummel für die Umwelt sind, müsste jedem Raucher klar sein. Dennoch landen Deutschlandweit geschätzte 44 Milliarden Zigarettenstummel in der Umwelt.
Zigarettenkippen stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Umwelt, Tiere und auch den Menschen dar. Der Filter, der aus einem schwer abbaubaren Kunststoff besteht, enthält nach dem Rauchen eine Vielzahl giftiger Substanzen: Nikotin, Schwermetalle wie Blei, Arsen und Cadmium, sowie Teer und Formaldehyd. Eine einzige Zigarettenkippe kann bis zu 40 Liter Grundwasser mit diesen Stoffen verunreinigen. Ein weiterer kritischer Punkt: Zigarettenkippen brauchen bis zu 15 Jahre, um sich in der Umwelt vollständig zu zersetzen – dabei bleiben Mikroplastik und Rückstände im Boden zurück. Durch Wind und Regen gelangen die Kippen oft über große Distanzen in sensible Ökosysteme. Tiere verwechseln Zigarettenstummel häufig mit Nahrung was zu Vergiftungen oder sogar zum Tod führen kann. Nicht nur die Umwelt leidet: Auch für den Menschen kann achtlos entsorgter Zigarettenmüll gefährlich sein. Kleinkinder könnten Kippen in den Mund nehmen und sich vergiften. Zudem können sie durch die hohe Entzündbarkeit bei Trockenheit Brände verursachen.

Jeder Stummel, der korrekt entsorgt wird, ist ein kleiner Beitrag zum Schutz unseres Planeten. Die Entsorgung sollte über einen öffentlichen Abfallbehälter stattfinden bzw. die Kippen in den Restmüll geworfen werden, unterwegs anfallende Zigarettenkippen können bis zu ihrer Entsorgung in einem Taschenaschenbecher gesammelt werden.

Um das unterschätzte Kippenproblem in den Griff zu bekommen, wünschen wir uns mehr Aufklärung und Maßnahmen seitens der Kommunen, wie zum Beispiel rauchfreie und saubere Spielplätze. Aber auch von den Raucher:innen fordern wir verantwortliches Handeln. Denn jede weggeworfene Kippe ist eine zu viel.