MINT denken. Regional handeln: Bildungsregion Bamberg jetzt Teil des „MINTraum bayern“

Bildungsregion Bamberg jetzt offiziell Teil des „MINTraum bayern“

Mit einer vielfältigen Netzwerkveranstaltung im MINT-Zentrum Hirschaid wurde die Region Bamberg offiziell als neue MINT-Region in den „MINTraum bayern“ aufgenommen. Rund 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft kamen zusammen, um diesen wichtigen Meilenstein gemeinsam zu feiern und neue Impulse für die Zusammenarbeit mitzunehmen.

Verstetigung der Netzwerkarbeit

Die Aufnahme in den MINTraum bayern steht zugleich für die langfristige Verstetigung der Strukturen, die in den vergangenen Jahren im Rahmen des bundesgeförderten Clusters MINTmobil aufgebaut wurden. So sichert der Landkreis Bamberg als Träger der MINT-Region nach Ablauf der Projektförderung im August 2027 die weitere Koordination des MINT-Netzwerks im Bildungsbüro.

Dass die MINT-Region künftig dauerhaft im Landkreis verankert wird, ist Wertschätzung für unsere Arbeit und ein wichtiges Signal für alle Netzwerkpartner, dass ihr Engagement nicht verpufft„, betonte die Netzwerkkoordinatorin Dr. Ingrid Stöhr.

Starke Netzwerke für starke MINT-Bildung

Die feierlichen Grußworte überbrachte Susanne Knotzer, die symbolisch das Siegel des MINTraum bayern überreichte und die Entwicklung der Region würdigte:

„Die Region Bamberg zeigt eindrucksvoll, wie MINT-Bildung durch starke Netzwerke und gemeinsames Engagement nachhaltig gestaltet werden kann.“

Auch Landrat Johannes Maciejonczyk unterstrich in einer Videobotschaft die Bedeutung des Netzwerks für die Zukunftsfähigkeit der Region und hob insbesondere die Rolle der MINT-Bildung für Fachkräftesicherung und Innovationskraft hervor.

Podiumsgespräch: Zusammenarbeit als Schlüssel

Im anschließenden Podiumsgespräch wurde deutlich, wie wichtig starke Kooperationen für erfolgreiche MINT-Bildung sind. Prof. Dr. Ute Schmid von der Universität Bamberg sprach über Potenziale in der Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Schulen und außerschulischen Partnern. Michael Stammberger aus der Wirtschaft machte deutlich, wie entscheidend frühe Kontakte zu jungen Menschen und verlässliche Kooperationen für die Fachkräftesicherung seien.

Michael Gerstner vom Verein für innovative Sozialarbeit (iSo e.V.) betonte die Bedeutung niedrigschwelliger Zugänge, um auch Kinder und Jugendliche zu erreichen, die bislang wenig Berührungspunkte mit MINT-Angeboten haben. Frank Seuling vom MINT-Zentrum Hirschaid zeigte am Beispiel der Zusammenarbeit mit der Universität Bamberg, wie gemeinsame Projekte deutlich mehr Wirkung entfalten als Einzelinitiativen.

Vielfältige Projekte aus der Region

Wie lebendig und vielfältig die MINT-Landschaft in der Region bereits ist, zeigten die zahlreichen Pitches und Projektstände der Netzwerkpartner.

Die Universität Bamberg präsentierte Projekte von Wildbienenforschung über das MINT-Mobil bis hin zu KI-Modulen für Grundschulkinder und dem Projekt Pionierin, das Mädchen zu einem Informatikstudium inspirieren will. Während die Bundesagentur für Arbeit wertvolle Einblicke in ihre Projekte zur MINT-Qualifizierung und Ausbildung bot, stellte die IHK für Oberfranken Bayreuth ihre Ausbildungsscouts vor, die Jugendlichen authentische Einblicke in Ausbildungsberufe ermöglichen sowie die Fortbildungsmöglichkeiten über Stiftung Kinder forschen. NEO Bamberg und das Institut für innovative Bildung begeisterten mit anschaulichen Exponaten – von der E-Gitarre bis zum Kühlschrank – und machten Technik im Alltag greifbar.

Auch die gemeinsam mit dem VDI eingerichtete Technothek der Bücherei Hallstadt zeigte, wie niedrigschwellige MINT-Angebote für Kinder gelingen können und warb zugleich für ehrenamtliche Unterstützung. Das MINT-Zentrum Hirschaid stellte die geplante Erweiterung um einen Makerspace vor. Die Realschule Scheßlitz berichtete vom Pilotprojekt „Wirken.lassen!“, das interessenorientierte Berufsorientierung mit regionalen Unternehmen verbindet.

Praxisnah wurde es auch bei der Berufsschule, die gemeinsam mit ihren Gewerken eine eigene Ladeinfrastruktur für E-Bikes entwickelt hat. Die Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim präsentierte virtuelle Unternehmensrundgänge und die Jobreise der Bloggerin Anna-Lena durch regionale Betriebe, während die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis ihre gemeinsame Studien- und Berufsorientierungsmesse vorstellten. Natürlich war auch das MINT-Netzwerk selbst mit Projekten wie dem MINT-Wandertag vertreten.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Beim anschließenden Austausch wurden neue Kontakte geknüpft, Ideen diskutiert und konkrete Ansätze für weitere Kooperationen entwickelt.

Deutlich wurde: Die MINT-Region Bamberg versteht sich nicht nur als Auszeichnung, sondern als gemeinsamer Auftrag. Ziel ist es, die vielfältigen Aktivitäten in der Region langfristig zu vernetzen, sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Mehr Infos zum MINT-Netzwerk finden Sie unter www.bildungsregion-bamberg.de/mint-netzwerk