Nachhaltige Entwicklung lässt sich nicht in einer einzelnen Unterrichtsstunde erklären. Vielmehr gilt es, eine innere Haltung zu entwickeln, die Stück für Stück aufgebaut und verinnerlicht werden muss. Erfolgreiche Praxisbeispiele zeigen, wie vielfältig nachhaltige Entwicklung im Unterricht eingebaut werden kann.
Um die Vernetzung oberfränkischer Bildungsakteure im Bereich der Umweltbildung zu stärken, luden die Fachberatungen für Umwelt und Nachhaltigkeit der Grund- und Mittelschulen in Bamberg und Forchheim sowie das BNE-Team Oberfranken im Auftrag der Regierung von Oberfranken Mitte Oktober zum 3. Oberfränkischen Umwelttag ein. Im Schulzentrum in Scheßlitz kamen Lehrkräfte aus der Region zusammen, um sich an verschiedenen Ständen über die 17 Nachhaltigkeitsziele zu informieren und konkrete Umsetzungsideen für den eigenen Unterricht oder die Einbindung des Kollegiums zu erhalten. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitung, den Bürgermeister von Scheßlitz und die Schulamtsdirektoren aus Stadt und Landkreis Bamberg und Forchheim führte Brigitte Grasser, Fachberaterin für Umweltbildung an den Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis Bamberg, in das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein und betonte, wie wichtig Vernetzung und Austausch sind. Daran anknüpfend stellte Kirstin Wolf, Eine-Welt-Promotorin für Oberfranken-West, die Idee einer BNE-Bildungslandschaft Oberfranken vor.
Im Anschluss konnten sich die teilnehmenden Lehrkräfte einen Eindruck von den konkreten Angeboten der regionalen außerschulischen Partner im Raum Bamberg-Forchheim verschaffen. An Info- und Mitmachständen von Umweltstationen, Lernorten für Umweltbildung, dem Eine-Welt-Laden oder Schulfirmen gab es viel Raum für Fragen, Entdecken und konkrete Materialien und Unterrichtseinheiten zum Mitnehmen. Am Stand des Bildungsbüros des Landkreises Bamberg informierten Dr. Christian Lorenz und Katharina Barth über die Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises Bamberg, präsentierten Mitmach-Materialien rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und stellten weitere Projekte im Bereich Leseförderung, Integration und Sprache, politische Bildung, MINT-Bildung und Demokratieförderung vor.
Der Info- und Mitmachstand des Bildungsbüros wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
